Die Frühzeit

Schon in der Frühzeit gehörte die Region  Saaz zu den ältesten Siedlungsgebieten des Landes. Die archäologischen Funde belegen eine kontinuierliche Besiedlung von der Altsteinzeit, über die Jungsteinzeit, die Bronzezeit, die Kelten, bis hin zu den Germanen und  Die ältesten Artefakte wurden1912in der Nähe von Holletitz entdeckt.

Im Jahr 1927 entdeckte der Archäologe Peter Bock auf dem Bruchstück einer Mammutrippe die Gravierung eines Fisches. Dies ist eines der ältesten Fundstücke steinzeitlicher Kunst auf dem Gebiet der Tschechischen Republik und zugleich ein Zeugnis der Anwesenheit von Menschen im Saazer Land vor ungefähr dreißigtausend Jahren.

Auch der Berg Rubin gehört zu den wichtigsten archäologischen Stätten der Region Saaz.

Was die Besiedlung dieses Hügels betrifft,  so können wir sagen, dass er nahezu kontinuierlich von der Jungsteinzeit bis zur Burgwallzeit besiedelt wurde. Die ältesten Befestigungen wurden in der älteren Bronzezeit, der Aunjetitzer Kultur, errichtet. Weitere Burgwälle wurden in der Hallstatt- Zeit im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung errichtet. Die Befestigungen wurden dann noch einmal in der Burgstättenzeit, zum Ende des 9. Jahrhunderts erneuert, als hier ca. 2 Meter breite Wälle und Kammerbauten entstanden.

Die Hohe Guck mit ihrem plateauartigen Gipfel, der durch eine imposante Wallanlage befestigt war, zeugt von einer keltischen Bevölkerung, die zu Beginn des 4. Jahrhunderts v.u.Z. ins Land kam. –  Der keltische Stamm der Bojer wurde namensgebend für das Land – Böhmen. Als es zu Auseinandersetzungen mit germanischen Stämmen kam, verließ ein Teil der Kelten das Land.

In den folgenden 500 Jahren siedelten hier germanische Stämme, die dann aber nach zeitgeschichtlich kurzer Dauer  in Richtung Süden abwanderten. Etwa um die Mitte des 6. Jahrhunderts ist im mittleren Egertal eine slawische Bevölkerung nachweisbar.

Im archäologischen Freiluftmuseum von Březno bei Loun können neben einem Langhaus aus der Jungsteinzeit auch originalgetreu nachgebaute slawische und germanische  Hütten mit typischen Keramiken und Werkzeugen aus jener Zeit besichtigt werden. Dieses Museum ist aber vor allem ein archäologisches Beispiel für eine friedliche Koexistenz von slawischen und germanischen Stämmen.

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